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NBA Wettquoten erklärt

Verfasst von Paul Kemp
Paul Kemp ist ein erfahrener Sportjournalist, der über Fußball, NBA und NHL berichtet. Er schreibt auch ausführliche Bewertungen von Sportwettenseiten basierend auf seinen persönlichen Erfahrungen.
, | Übersetzt von Maximilian Hurlebaus
Max Hurlebaus ist freiberuflicher Online-Redakteur. Er begeistert sich für Musik und Sport. Besonders gerne schaut er Fußball und Golf.
, | Aktualisiert:

NBA-Wettquoten erklärtBasketball zählt zu den schnellsten und weltweit beliebtesten Sportarten. Die NBA ist dabei zweifellos die bekannteste und meistverfolgte Basketballliga. Der Wettbewerb begeistert nicht nur eine stetig wachsende Fangemeinde, sondern ist auch für Sportwetten von großer Bedeutung.

Ein Grund für die Beliebtheit von Basketball liegt in den vergleichsweise leicht verständlichen Grundregeln. Zudem ist Basketball ein punktreiches Spiel, das häufig bis zur Schlusssirene spannend bleibt. Die große Auswahl an Wettmärkten bietet sowohl erfahrenen Wettenden als auch Einsteigern unterschiedliche Möglichkeiten.

Wenn du in Deutschland wettest, solltest du nur Anbieter nutzen, die in der amtlichen Whitelist der GGL geführt werden. Erlaubte Anbieter müssen die Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags 2021 zum Jugend- und Spielerschutz einhalten; außerdem dürfen sie nur behördlich zugelassene Wettarten anbieten.

Das Verständnis der verschiedenen Quotenformate ist eine wichtige Grundlage für die sachliche Bewertung von NBA-Wetten. Du solltest wissen, wie Quoten, mögliche Auszahlungen und implizite Wahrscheinlichkeiten zusammenhängen. Dieser Artikel erläutert NBA-Wettquoten verständlich und richtet sich auch an Leser, die bislang wenig Erfahrung mit Sportwetten haben.

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Grundlagen der NBA-Wettquoten

Grundlagen der NBA-WettquotenQuoten sind ein wesentlicher Bestandteil von Sportwetten. Sie geben Aufschluss über die mögliche Auszahlung und ermöglichen es, die vom Buchmacher eingepreiste Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses zu beurteilen. Daher solltest du ihre Funktionsweise verstehen, bevor du eine Wette platzierst.

Grundsätzlich begegnen dir drei Quotenformate: amerikanische Quoten, Dezimalquoten und Bruchquoten. Für Wettende in Deutschland sind Dezimalquoten in der Regel am geläufigsten. Amerikanische Quoten werden vor allem in den USA verwendet und erscheinen häufig in englischsprachigen NBA-Medien. Einige Wettanbieter ermöglichen es, das angezeigte Format in den Kontoeinstellungen zu ändern.

Quoten zeigen dir, wie hoch die mögliche Auszahlung bei einer gewonnenen Wette ausfällt. Darüber hinaus lassen sie Rückschlüsse darauf zu, welche Eintrittswahrscheinlichkeit der Buchmacher einem Ergebnis beimisst. Ob eine Quote tatsächlich einen guten Gegenwert bietet, lässt sich jedoch erst beurteilen, wenn du sie mit einer eigenen realistischen Wahrscheinlichkeitsschätzung vergleichst.

Je wahrscheinlicher ein Ereignis aus Sicht des Buchmachers ist, desto niedriger fällt normalerweise die Quote aus. Umgekehrt bieten weniger wahrscheinliche Ergebnisse höhere potenzielle Gewinne. Die Quote bildet die tatsächliche Wahrscheinlichkeit allerdings nicht exakt ab, da sie üblicherweise eine Buchmachermarge enthält.

In englischsprachigen Wetttexten wird für eine Quote gelegentlich auch der Begriff „Preis“ verwendet. Bei „Odds against“ ist der mögliche Nettogewinn höher als der Einsatz, was bei Dezimalquoten einem Wert über 2,00 entspricht. Bei „Odds-on“ liegt der mögliche Nettogewinn unter dem Einsatz; die Dezimalquote beträgt dann weniger als 2,00. Niedrigere Quoten stehen zwar für eine höhere eingepreiste Wahrscheinlichkeit, garantieren aber keinen Gewinn.

Da Quoten für die Bewertung einer NBA-Wette entscheidend sind, werden die drei gängigen Formate im Folgenden genauer erläutert.

Amerikanische Quoten

Amerikanische QuotenAuf US-amerikanischen Wettseiten und in NBA-Medien werden häufig amerikanische Quoten verwendet. Ihr Wert kann positiv oder negativ sein; der absolute Wert beträgt mindestens 100. Ein positiver Wert zeigt den möglichen Nettogewinn bei einem Einsatz von 100 Einheiten. Ein negativer Wert gibt dagegen an, welcher Einsatz für einen Nettogewinn von 100 Einheiten erforderlich wäre.

Setzt du beispielsweise 150 € bei einer Quote von +125, beträgt dein möglicher Nettogewinn 187,50 €. Die Berechnung lautet: Einsatz × (Quote / 100). Einschließlich des ursprünglichen Einsatzes ergibt sich somit eine Gesamtauszahlung von 337,50 €.

Auch negative amerikanische Quoten lassen sich einfach umrechnen. Das Minuszeichen zeigt lediglich an, dass es sich um den Favoriten handelt, und wird nicht als negativer Zahlenwert in die Rechnung übernommen. Der mögliche Gewinn wird nach der Formel Einsatz × (100 / absoluter Quotenwert) berechnet. Bei einem Einsatz von 50 € zu einer Quote von -200 beträgt der Nettogewinn somit 25 €. Die mögliche Gesamtauszahlung liegt bei 75 €.

Das Äquivalent zu einer geraden Quote beziehungsweise „Even Money“ ist in diesem Format +100. Quoten für Favoriten sind üblicherweise negativ, während Außenseiter meist mit einem positiven Wert dargestellt werden.

Dezimalquoten

DezimalquotenDezimalquoten sind insbesondere in Europa, Kanada und Australien verbreitet. Auch bei NBA-Wetten auf dem deutschen Markt ist dieses Format besonders geläufig. Dezimalquoten gelten als leicht verständlich, da sie unmittelbar anzeigen, welche Gesamtauszahlung pro eingesetzter Einheit möglich ist. Der ursprüngliche Einsatz ist in diesem Betrag bereits enthalten.

Die mögliche Gesamtauszahlung berechnest du mit der Formel Einsatz × Quote. Setzt du beispielsweise 200 € zu einer Quote von 1,50, beträgt die mögliche Auszahlung 300 €. Der Nettogewinn liegt bei 100 € und lässt sich mit der Formel Einsatz × (Quote − 1) berechnen.

Bei Dezimalquoten entspricht 2,00 einer geraden Quote. Bei einem Wert über 2,00 ist der mögliche Nettogewinn höher als der Einsatz. Liegt die Quote unter 2,00, fällt der mögliche Nettogewinn geringer als der ursprüngliche Einsatz aus.

Bruchquoten

BruchquotenBruchquoten werden überwiegend im Vereinigten Königreich verwendet und deshalb häufig als britische Quoten bezeichnet. International sind sie inzwischen weniger verbreitet als Dezimalquoten.

Die Berechnung kann auf den ersten Blick komplizierter wirken. Wie der Name erkennen lässt, wird die Quote als Bruch dargestellt, beispielsweise 3/2, ausgesprochen „drei zu zwei“. Das bedeutet, dass du für jeweils zwei eingesetzte Einheiten drei Einheiten Nettogewinn erzielen kannst. Die Formel lautet: ursprünglicher Einsatz × (Zähler / Nenner). Bei einem Einsatz von 20 € zu einer Quote von ½ beträgt der mögliche Gewinn 10 € und die Gesamtauszahlung 30 €.

Bei Werten wie ⅔ oder 4/7 ist das Prinzip identisch. Eine Quote von 4/7 bedeutet, dass für jeweils sieben eingesetzte Einheiten ein möglicher Nettogewinn von vier Einheiten erzielt wird.

Ist der Zähler größer als der Nenner, handelt es sich um „Odds against“. Ist der Nenner größer als der Zähler, liegt eine sogenannte „Odds-on“-Quote vor.

Was ist Implizite Wahrscheinlichkeit

Was ist Implizite WahrscheinlichkeitFür eine fundierte Bewertung von NBA-Wetten solltest du den Unterschied zwischen Wahrscheinlichkeit und Quote kennen. Beide Größen hängen zusammen, doch die angebotene Quote bildet die tatsächliche Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ergebnisses nicht exakt ab.

Buchmacher kalkulieren in ihre Quoten üblicherweise eine Gewinnmarge ein. Deshalb fällt die angebotene Auszahlung niedriger aus als bei einer theoretisch fairen Quote ohne Marge. Dadurch besitzt der Buchmacher langfristig einen rechnerischen Vorteil. Ein Gewinn bei jedem einzelnen Spiel ist damit jedoch nicht garantiert.

Nicht die Wahrscheinlichkeit selbst, sondern ihre Einschätzung ist subjektiv. Deine Bewertung der Chancen eines Ergebnisses kann daher von der Einschätzung des Buchmachers abweichen. Erfahrene Wettende analysieren relevante Daten, um die tatsächliche Eintrittswahrscheinlichkeit möglichst realistisch einzuschätzen und sie mit der angebotenen Quote zu vergleichen.

Die implizite Wahrscheinlichkeit beschreibt, welche Eintrittswahrscheinlichkeit einer angebotenen Quote entspricht. Sie hilft dabei, die Buchmachermarge eines Wettmarktes zu erkennen und zu beurteilen, ob eine Quote gemessen an der eigenen Einschätzung einen positiven Erwartungswert bieten könnte.

Die implizite Wahrscheinlichkeit lässt sich bei Dezimalquoten mit der Formel 1 / Quote berechnen. Das Ergebnis liegt zwischen null und eins und wird durch Multiplikation mit 100 in Prozent umgerechnet. Eine Dezimalquote von 2,00 entspricht beispielsweise einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 50 %. Liegt deine realistisch geschätzte Wahrscheinlichkeit über dem impliziten Wert, könnte die Quote einen positiven Erwartungswert bieten. Eine Gewinnwahrscheinlichkeit lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.

Den Besten Wert Finden

Den Besten Wert FindenDas Erkennen von Value, also eines möglichen positiven Erwartungswerts, gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten bei der Bewertung von Sportwetten. Dabei geht es nicht darum, möglichst hohe Quoten auszuwählen, sondern die angebotene Quote mit einer fundierten Wahrscheinlichkeitsschätzung zu vergleichen.

Bei der Suche nach Value solltest du dich nicht allein an der öffentlichen Meinung orientieren. Auch Außenseiter können bei NBA-Wetten einen interessanten Gegenwert bieten, wenn ihre tatsächlichen Chancen höher sind, als es die Quote vermuten lässt. Das gilt jedoch nicht automatisch für jeden Außenseiter. Buchmacher berücksichtigen sowohl ihre eigenen Modelle als auch Marktentwicklungen und ihre Risikoverteilung.

Erhält eine Mannschaft besonders viel Aufmerksamkeit, kann der Buchmacher ihre Quote verkürzen. Dadurch kann die Quote des Gegners steigen und unter Umständen interessanter werden. Entscheidungen sollten dennoch nicht allein auf dem Bauchgefühl beruhen. Auch ein klarer Favorit kann Value bieten, wenn seine tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit höher ist als die in der Quote enthaltene implizite Wahrscheinlichkeit.

Eine gründliche Vorbereitung verbessert die Qualität deiner Einschätzung. Wenn du eine mögliche Value-Wette bewerten möchtest, solltest du das betreffende Spiel und die beteiligten Mannschaften recherchieren. Besonders relevant sind die aktuelle Form und mögliche Verletzungen, da beide Faktoren die realistische Bewertung eines Spiels beeinflussen können.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich auf Wettbewerbe und Wettmärkte zu konzentrieren, die du gut kennst. Je besser du die Besonderheiten der NBA und die jeweiligen Marktmechanismen verstehst, desto fundierter kannst du Quoten einordnen.

Du kannst außerdem versuchen, die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses zunächst selbst zu schätzen, bevor du dir die angebotenen Quoten ansiehst. So verringerst du das Risiko, dass deine ursprüngliche Einschätzung durch den bereits sichtbaren Quotenwert beeinflusst wird.

Ein Vergleich mehrerer Wettanbieter kann ebenfalls sinnvoll sein. Selbst kleine Quotenunterschiede wirken sich auf die mögliche Auszahlung aus und können bei zahlreichen Wetten einen spürbaren Unterschied ergeben.

Was ist Vigorish

Was ist VigorishBuchmacher bieten normalerweise keine vollständig fairen Quoten an, da ihr Geschäftsmodell eine eingerechnete Marge vorsieht. Diese wird auch als Vigorish, Vig, Juice oder Buchmachermarge bezeichnet. Die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten aller möglichen Ergebnisse liegt dadurch in der Regel über 100 %. Dieser Aufschlag wird als Überrunde bezeichnet.

Buchmacher versuchen zudem, ihre Risiken über die verschiedenen möglichen Ergebnisse zu verteilen. Bei einem vollständig ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt würde der Buchmacher unabhängig vom Ergebnis ungefähr denselben Betrag auszahlen. Angenommen, beide Teams stehen bei einer fairen Quote von 2,00 und auf jede Seite wurden 5.000 € gesetzt. Der Buchmacher nimmt insgesamt 10.000 € ein und zahlt bei Eintritt eines Ergebnisses ebenfalls 10.000 € aus. Ohne weitere Einnahmen oder Kosten entstünde kein rechnerischer Gewinn.

Das Vigorish wird nicht zwingend als separate Gebühr vom Einsatz abgezogen, sondern ist üblicherweise in den Quoten enthalten. Werden im genannten Beispiel für beide Teams Quoten von 1,90 angeboten und erneut jeweils 5.000 € gesetzt, beträgt die Auszahlung an die gewinnende Seite 9.500 €. Die Differenz von 500 € entspricht der rechnerischen Buchmachermarge vor weiteren Kosten.

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