Wettleitfaden für Wimbledon
Diese Besonderheiten ziehen die Aufmerksamkeit von Tennisfans, Medien und Wettenden auf sich – und damit auch die vieler führenden Online-Wettanbieter. Für Wettende in Deutschland gilt: Nutze nur Sportwettenanbieter mit einer hierzulande gültigen Erlaubnis; zulässige Anbieter führt die amtliche Whitelist der GGL. Sportwetten sind Glücksspiel und können zum vollständigen Verlust des Einsatzes führen. Dieser Tennis-Wettguide erläutert die Besonderheiten des Rasens, die Geschichte und Struktur des Turniers sowie beliebte Wettmärkte. Außerdem geben wir dir grundlegende Hinweise für einen informierten und verantwortungsbewussten Umgang mit Tenniswetten.
Wimbledon-Geschichte und -Traditionen
Wimbledon findet jedes Jahr Ende Juni und Anfang Juli in London statt. Das Turnier wird seit 1877 ausgetragen, damals noch im All England Croquet and Lawn Tennis Club. Seit 1899 trägt der Veranstalter den Namen All England Lawn Tennis and Croquet Club. Das Dameneinzel wurde 1884 in das Programm aufgenommen. Ein weiteres bedeutendes Jahr war 1968: Mit Beginn der Open Era durften erstmals Profis antreten; die ersten Champions waren Rod Laver und Billie Jean King.
Unter den erfolgreichsten Spielerinnen und Spielern der Wimbledon-Geschichte ragt Martina Navratilova mit neun Einzeltiteln heraus (1978, 1979, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987 und 1990). Ihren ersten Titel gewann sie mit 21 Jahren, ihren letzten mit 33. In dieser Zeit setzte sich Navratilova gegen einige der größten Namen im Frauentennis durch, darunter Chris Evert, Steffi Graf und Gabriela Sabatini. Zusätzlich zu ihren neun Einzeltiteln gewann sie siebenmal das Damendoppel und viermal das Mixed-Doppel. Bei den Herren hält Roger Federer mit acht Titeln den Rekord. Auf fünf aufeinanderfolgende Siege von 2003 bis 2007 folgten weitere Titel in den Jahren 2009, 2012 und 2017. Pete Sampras und Novak Djokovic folgen mit jeweils sieben Titeln. Sampras gewann zwischen 1993 und 2000 siebenmal; einzig 1996 scheiterte er in diesem Zeitraum vor dem Finale.
Im einleitenden Absatz dieses Wimbledon-Wettguides haben wir die besonderen Bekleidungsvorschriften erwähnt. Für die Teilnahme müssen Spielerinnen und Spieler nahezu vollständig in Weiß gekleidet sein. Erlaubt sind nur eng begrenzte Farbakzente; Spielerinnen dürfen unter bestimmten Bedingungen dunkle Untershorts tragen. 2013 wurde Roger Federer beispielsweise wegen weißer Schuhe mit orangefarbener Sohle beanstandet und musste sie für sein nächstes Match wechseln. Der für auffällige Kleidung bekannte Andre Agassi blieb Wimbledon mehrere Jahre fern, kehrte jedoch zurück und gewann 1992 den Titel. Erdbeeren mit Sahne gehören ebenfalls fest zur Wimbledon-Atmosphäre und werden während des Turniers in großen Mengen serviert.
Turnierstruktur und beliebte Wettarten
Bereits kurz nach dem Ende des Turniers bieten viele Online-Buchmacher Wetten auf den Sieger der nächsten Ausgabe an. Frühe Quoten bergen zusätzliche Unsicherheit, weil Form, Verletzungen und die Entwicklung junger Spieler schwer einzuschätzen sind. Die Namen der vier Halbfinalisten stehen häufig auf der Favoritenliste, ergänzt um weitere auf Rasen erfolgreiche Spieler. Quoten auf den Turniersieg werden üblicherweise als Dezimalquoten dargestellt:
| Historisches Quotenbeispiel: Wimbledon-Gesamtsieger 2022 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| bet365 | 888sport | Unibet | betway | 10Bet | |
| Novak Djokovic | 2,1 | 2 | 2,4 | 2 | 2,1 |
| Carlos Alcaraz | 7 | 6,5 | 5,5 | 7 | 7 |
| Rafael Nadal | 8 | 6 | 6 | 7 | 8 |
| Matteo Berrettini | 9 | 7 | 11 | 7,5 | 10 |
| Alexander Zverev | 11 | 10 | 10 | 12 | 12 |
Wie du siehst, können sich die Quoten für denselben Spieler deutlich unterscheiden. Ein sachlicher Vergleich ist daher sinnvoll; ebenso wichtig sind jedoch die Wettbedingungen und persönliche Einsatzlimits, nicht nur die höchste Tennis-Wettquote.
Diese Wettart bezieht sich auf eine bestimmte Partie und nicht auf das gesamte Turnier. Im Herreneinzel muss ein Spieler drei Sätze gewinnen; im Dameneinzel und in den Doppelwettbewerben genügen zwei Gewinnsätze. Direktvergleich, aktuelle Ranglistenposition, jüngste Form und bisherige Leistungen auf Rasen sind wichtige Faktoren für die Einschätzung einer Partie.
In vielen Wimbledon-Partien, besonders in der ersten Woche, gibt es klare Favoriten. Wetten auf diese Spieler bleiben jedoch riskant und bieten häufig nur niedrige Quoten. Handicap-Wetten können eine Alternative sein: Der Buchmacher gibt einen Spiel- oder Satzvorsprung beziehungsweise -rückstand vor. Du tippst darauf, welcher Spieler sich unter Berücksichtigung dieser Vorgabe durchsetzt.
Grundlegende Wimbledon-Wetttipps
Achte auf aussagekräftige Statistiken. Die Rasensaison ist vergleichsweise kurz, weil nur wenige Turniere auf diesem Belag ausgetragen werden. Beim Direktvergleich und bei der allgemeinen Sieg-Niederlagen-Bilanz solltest du dich daher vor allem auf die Veranstaltungen unmittelbar vor Wimbledon konzentrieren, etwa die Turniere im Queen’s Club und in Eastbourne. Sie liefern wichtige Hinweise darauf, wie gut Spieler mit den besonderen Bedingungen auf Rasen zurechtkommen.
Die Wimbledon-Auslosung ist nicht völlig frei, da die Setzliste die Platzierung der bestbewerteten Spieler im Tableau beeinflusst. Beim Erstellen deiner Tennis-Wettprognosen solltest du daher auch mögliche Gegner und Turnierwege berücksichtigen. Ein Grand-Slam-Turnier ist körperlich und mental anspruchsvoll, weshalb der Weg zum Endspiel ein wichtiger Faktor bleibt. Gesetzte Topspieler treffen in den ersten Runden meist auf niedriger platzierte Gegner. Rasenspezialisten mit starkem Aufschlag können jedoch auch Favoriten vor erhebliche Probleme stellen. Selbst wenn die Überraschung ausbleibt, können lange und enge Partien viel Kraft kosten und die folgenden Matches beeinflussen.
Wir beenden diesen Teil unseres Tenniswetten-Guides mit einem Hinweis, der besonders für das Damenfeld gilt: Verlass dich nicht allein auf die aktuelle Weltrangliste. Die Platzierung liefert wichtige Anhaltspunkte, bildet die aktuelle Rasenform aber nicht immer vollständig ab. Marion Bartolis Titelgewinn 2013 als Nummer 15 der Setzliste ist ein bekanntes Beispiel dafür, dass auch Spielerinnen außerhalb des engsten Favoritenkreises erfolgreich sein können.





