Erklärung der Fußball-Wettquoten
Fußball ist bei Wettenden auch deshalb beliebt, weil zahlreiche Wettmärkte zur Auswahl stehen. Buchmacher bieten entsprechend eine Vielzahl unterschiedlicher Wettmöglichkeiten an. Damit du fundierte Entscheidungen treffen kannst, solltest du dich zunächst mit den wesentlichen Aspekten von Fußballwetten vertraut machen. Dazu gehört insbesondere ein grundlegendes Verständnis der gängigen Wettarten.
Für den deutschen Markt gilt: Nutze nur Anbieter mit staatlicher Erlaubnis, die in der amtlichen Whitelist der GGL aufgeführt sind. Erlaubte Anbieter sind zudem an das Spielersperrsystem OASIS angeschlossen; Einsätze werden üblicherweise in Euro und Quoten als Dezimalquoten dargestellt.
Darüber hinaus solltest du dich mit den verschiedenen Quotenformaten beschäftigen, um die Funktionsweise von Fußballwetten besser zu verstehen. Schon grundlegende Quotenkenntnisse helfen dir, implizierte Wahrscheinlichkeiten, potenzielle Auszahlungen und das Verhältnis zwischen Risiko und möglichem Ertrag einzuordnen.
Grundlagen der Fußball-Wettquoten
Traditionell wird zwischen zwei Arten von Quoten unterschieden, nämlich „Quoten gegen“ und „Quoten für“. Bei „Quoten gegen“ ist der mögliche Nettogewinn höher als der geleistete Einsatz. Bei „Quoten für“ fällt der mögliche Nettogewinn dagegen niedriger als der Einsatz aus.
„Quoten gegen“ werden typischerweise für Ergebnisse mit einer implizierten Wahrscheinlichkeit von weniger als 50 % angeboten. „Quoten für“ sind häufig bei klaren Favoriten zu finden. Dabei muss ein höherer Betrag riskiert werden, um einen vergleichsweise niedrigeren Nettogewinn zu erzielen.
Hauptquotenformate
Dezimalquoten
Dieses Format ist in Deutschland und weiten Teilen Europas sowie in Australien und Kanada verbreitet. Wichtig ist, dass Quoten meist mit zwei Nachkommastellen dargestellt werden, beispielsweise als 2,00 oder 1,50. Die potenzielle Gesamtauszahlung ergibt sich aus der Multiplikation des Einsatzes mit der Quote und enthält den ursprünglichen Einsatz. Bei einem Einsatz von 100 € zu einer Quote von 1,50 beträgt die mögliche Gesamtauszahlung somit 150 € (100 × 1,50 = 150); der Nettogewinn liegt bei 50 €.
Um den potenziellen Nettogewinn zu berechnen, wird 1 von der Quote abgezogen. Die Formel lautet: Einsatz × (Quote − 1). Eine Quote von 2,00 entspricht „even money“, also einer geraden Quote. Liegt die Quote darüber, handelt es sich um „Quoten gegen“; liegt sie darunter, spricht man von „Quoten für“.
Moneyline-Quoten
Moneyline- oder amerikanische Quoten sind das nächste
Ein positiver Wert zeigt, wie hoch der Nettogewinn bei einem Einsatz von 100 Einheiten wäre. Beträgt die Quote für eine Fußballmannschaft beispielsweise +200, führt ein erfolgreicher Einsatz von 200 € zu einem Nettogewinn von 400 € und damit zu einer Gesamtauszahlung von 600 €. Die Formel für den potenziellen Nettogewinn lautet: Einsatz × (Quote / 100).
Ein negativer Wert zeigt dagegen, welcher Einsatz erforderlich ist, um einen Nettogewinn von 100 Einheiten zu erzielen. Bei einer Quote von −120 führt ein erfolgreicher Einsatz von 120 € zu einem Nettogewinn von 100 € und einer Gesamtauszahlung von 220 €. Bei einem Einsatz von 100 € zu einer Quote von −200 beträgt der Nettogewinn 50 € und die Gesamtauszahlung 150 €. Die Formel lautet: Einsatz / (Betrag der Quote / 100).
Das „even money“-Äquivalent wird in diesem Format als +100 dargestellt. Daher kennzeichnet das Minuszeichen „Quoten für“, während das Pluszeichen „Quoten gegen“ anzeigt.
Bruchquoten
Dieses Format wirkt zunächst möglicherweise ungewohnt, lässt sich nach kurzer Einarbeitung jedoch leicht einordnen. Wie der Name bereits sagt, werden die Quoten als Brüche dargestellt, beispielsweise 5/1, gesprochen „fünf zu eins“. Dieser Wert bedeutet, dass für jede eingesetzte Einheit ein Nettogewinn von fünf Einheiten möglich ist. Bei einer Quote von 6/4 beträgt der mögliche Nettogewinn sechs Einheiten je vier eingesetzte Einheiten. Die Formel lautet: Einsatz × (Zähler / Nenner).
In diesem Format wird das „even money“-Äquivalent als 1/1 dargestellt. Ist der Zähler größer als der Nenner, handelt es sich um „Quoten gegen“: Der mögliche Nettogewinn übersteigt den Einsatz. Ist der Nenner größer als der Zähler, handelt es sich um „Quoten für“, bei denen der Einsatz höher als der mögliche Nettogewinn ist.
Was ist die Implizierte Wahrscheinlichkeit
Die implizierte Wahrscheinlichkeit ist ein weiterer wichtiger Begriff bei Fußballwetten. Wer Quoten sachlich bewerten möchte, sollte den Zusammenhang zwischen Quote und Wahrscheinlichkeit verstehen. Quoten spiegeln eine Einschätzung des Buchmachers einschließlich seiner Marge wider, verändern jedoch nicht die tatsächliche Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt.
Wahrscheinlichkeiten können als Prozentwerte oder Dezimalzahlen angegeben werden. Ein Wert von 100 % bezeichnet ein sicheres Ereignis, während 0 % für ein unmögliches Ereignis steht. In Dezimalschreibweise liegen die entsprechenden Werte zwischen 0 und 1,0.
Bei einfachen Zufallsexperimenten lässt sich die Wahrscheinlichkeit leicht bestimmen. Ein fairer Münzwurf hat nur zwei mögliche Ergebnisse, die jeweils mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % eintreten. Bei Fußballspielen müssen dagegen zahlreiche Einflussfaktoren berücksichtigt werden. Daher können Fußballwettende die tatsächliche Wahrscheinlichkeit nur schätzen.
Bei Fußballwetten ist es wichtig, dass Wettende Quoten in implizierte Wahrscheinlichkeiten umrechnen können. Dadurch lassen sich verschiedene Quoten leichter vergleichen. Werden die implizierten Wahrscheinlichkeiten aller möglichen Ergebnisse addiert, kann zudem die eingerechnete Buchmachermarge näherungsweise erkannt werden.
Angenommen, eine Wette auf ein Fußballspiel wird zu einer Quote von 2,00 angeboten. Um die implizierte Wahrscheinlichkeit zu berechnen, teilst du 1 durch die Quote. Das Ergebnis lautet 0,5. Multipliziert mit 100 entspricht dies einer implizierten Wahrscheinlichkeit von 50 %.
Dieses vereinfachte Beispiel zeigt lediglich die Berechnung. Wenn deine eigene realistische Wahrscheinlichkeitsschätzung ebenfalls genau 50 % beträgt, liegt der mathematische Erwartungswert bei einer Quote von 2,00 vor möglichen Abzügen oder Margeneffekten bei null.
Was ist Wert beim Fußballwetten
Als vereinfachtes Beispiel dient ein fairer Münzwurf, bei dem beide Ergebnisse gleich wahrscheinlich sind. Angenommen, die Quote für Kopf beträgt 3,00 und die für Zahl 1,50. Bei einem Einsatz von 10 € beträgt die mögliche Gesamtauszahlung im ersten Fall 30 €, im zweiten Fall 15 €.
Welches Szenario bietet das günstigere Verhältnis zwischen Quote und Wahrscheinlichkeit? Bei einem fairen Münzwurf ist die Wette auf Kopf vorteilhafter bewertet. Diese Wette hätte einen positiven Erwartungswert, weil die implizierte Wahrscheinlichkeit unter der tatsächlichen Gewinnwahrscheinlichkeit liegt.
Für Kopf ergibt sich durch 1 geteilt durch 3,00 und anschließende Multiplikation mit 100 eine implizierte Wahrscheinlichkeit von 33,33 %. Bei der Quote von 1,50 für Zahl beträgt die implizierte Wahrscheinlichkeit dagegen 66,67 %. Tatsächlich liegt die Wahrscheinlichkeit bei einem fairen Münzwurf für beide Ergebnisse bei 50 %.
Zu erkennen, welche Wetten rechnerisch einen positiven Erwartungswert haben, ist für eine sachliche Quotenbewertung entscheidend. Auch eine fundierte Einschätzung schließt Verluste jedoch nicht aus, da einzelne Ergebnisse stets vom Zufall beeinflusst werden.
Den Besten Wert Finden
Auch Mannschaften, die als Favoriten gelten, sollten nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Niedrige Quoten bedeuten nicht automatisch, dass eine Wette keinen positiven Erwartungswert haben kann. Entscheidend ist vielmehr, wie die angebotene Quote zu deiner realistischen Wahrscheinlichkeitsschätzung passt.
Bei der Bewertung einer Quote sollten möglichst viele Faktoren berücksichtigt werden, die den Ausgang einer Begegnung beeinflussen können. Andernfalls kann die Einschätzung unvollständig oder verzerrt sein. Zu den relevanten Aspekten gehören beispielsweise Verletzungen, Spielpläne, Formkurven und die allgemeine Verfassung der Mannschaften.
Schließlich lohnt es sich, die Quoten mehrerer erlaubter Online-Buchmacher zu vergleichen. So können Wettende erkennen, welcher Anbieter für denselben Wettmarkt die günstigste Quote stellt. Selbst geringe Quotenunterschiede wirken sich auf die mögliche Auszahlung aus. Ein Vergleich sollte jedoch stets auch mögliche Abzüge, Wettbedingungen und Einsatzgrenzen berücksichtigen.





