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Wie man Fußball-Arbitragewetten berechnet

Verfasst von Paul Kemp
Paul Kemp ist ein erfahrener Sportjournalist, der über Fußball, NBA und NHL berichtet. Er schreibt auch ausführliche Bewertungen von Sportwettenseiten basierend auf seinen persönlichen Erfahrungen.
, | Übersetzt von Maximilian Hurlebaus
Max Hurlebaus ist freiberuflicher Online-Redakteur. Er begeistert sich für Musik und Sport. Besonders gerne schaut er Fußball und Golf.
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Wie man Fußball-Arbitrage-Wetten berechnetFußball gehört weltweit zu den beliebtesten Sportarten. Seine Dynamik, überraschende Spielverläufe und die große Auswahl an Wettmärkten machen ihn auch für Sportwettende interessant.

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Ein wesentlicher Grund für die Beliebtheit von Fußballwetten ist, dass Wettende aus zahlreichen Wettarten und Märkten wählen können. Arbitragewetten zählen zu den meistdiskutierten Strategien. Dabei werden Einsätze bei verschiedenen Anbietern so verteilt, dass die rechnerische Auszahlung bei jedem abgedeckten Ausgang über dem Gesamteinsatz liegt. Ein Gewinn ist in der Praxis dennoch nicht garantiert, da sich Quoten ändern und Einsätze abgelehnt oder begrenzt werden können.

  1. MyBookieRating: 4.9
  2. BovadaRating: 4.8
  3. XBetRating: 4.7
  4. EverygameRating: 4.6
  5. BetUSRRating: 4.5
  6. VaveRating: 4.4

Für Spielende in Deutschland gilt: Nutze ausschließlich Anbieter, die auf der amtlichen Whitelist der GGL geführt werden, und beachte, dass nur behördlich erlaubte Wettmärkte angeboten werden dürfen.

Erklärung des Fußball-Arbitrage-Wettens

Erklärung des Fußball-Arbitrage-WettensDer Begriff Arbitrage stammt aus der Wirtschafts- und Finanzwelt. Er bezeichnet den gleichzeitigen Kauf und Verkauf eines Vermögenswerts auf unterschiedlichen Märkten, um Preisunterschiede auszunutzen.

Auch Arbitragewetten gibt es bereits seit längerer Zeit. Durch Online-Buchmacher, digitale Wettbörsen und automatisierte Quotenvergleiche ist es jedoch deutlich einfacher geworden, entsprechende Unterschiede zu erkennen. Viele Buchmacher betrachten diese Strategie kritisch und können Einsätze begrenzen oder Konten nach Maßgabe ihrer Geschäftsbedingungen einschränken.

Bei dieser Wetttechnik werden abweichende Quoten verschiedener Online-Buchmacher genutzt. Die Einsätze werden so auf alle möglichen Ausgänge desselben Wettmarkts verteilt, dass theoretisch unabhängig vom Ergebnis ein Überschuss entsteht. Im Wettbereich werden solche Konstellationen meist als Surebets oder Arbs bezeichnet. Sie sind nicht mit Kombiwetten zu verwechseln.

Wenn du nach Arbitragemöglichkeiten suchst, musst du die Quoten mehrerer Anbieter für dasselbe Sportereignis vergleichen. Entscheidend ist, dass sich die Wetten auf exakt denselben Markt beziehen und identische Abrechnungsregeln gelten. Solche Konstellationen können nicht nur beim Fußball, sondern auch bei anderen Sportarten auftreten. Je nach Wettmarkt müssen zwei, drei oder mehr mögliche Ausgänge vollständig abgedeckt werden. Da sich Quoten laufend verändern, bestehen entsprechende Möglichkeiten häufig nur für kurze Zeit.

Arbitragewetten können rechnerisch einen positiven Ertrag ergeben. In der Praxis sind jedoch Geduld, eine präzise Einsatzberechnung und ausreichend verfügbare Limits erforderlich. Gebühren, Abzüge, Rundungsdifferenzen, abweichende Wettregeln und kurzfristige Quotenänderungen können die erwartete Rendite reduzieren oder vollständig aufheben.

Wie man Fußball-Arbitragewetten berechnet

Wie man Fußball-Arbitragewetten berechnet
Am einfachsten lässt sich die Funktionsweise von Arbitragewetten anhand konkreter Beispiele nachvollziehen. Grundsätzlich gibt es zwei verbreitete Varianten: Du kannst die Einsätze auf mehrere Online-Buchmacher verteilen oder eine Back-Wette bei einem Buchmacher mit einer Lay-Wette an einer Wettbörse kombinieren.

Fußball-Arbitragewetten zwischen zwei Buchmachern

Fußball-Arbitragewetten zwischen zwei Buchmachern
Nehmen wir einen Zwei-Wege-Markt für ein Spiel zwischen Barcelona und Real Madrid, beispielsweise die Frage, welche Mannschaft sich für die nächste Runde qualifiziert. Zwei Online-Buchmacher bieten unterschiedliche Quoten für denselben Markt an. Der erste Buchmacher stellt eine Quote von 1,30 für Barcelona und 3,70 für Real Madrid. Beim zweiten Anbieter liegen die Quoten bei 1,40 für Barcelona und 2,90 für Real Madrid.

Für die Arbitrageberechnung verwendest du jeweils die höchste verfügbare Quote: 3,70 für Real Madrid beim ersten und 1,40 für Barcelona beim zweiten Buchmacher. Die Einsätze müssen im richtigen Verhältnis zu den jeweiligen Quoten stehen. Zunächst berechnest du die implizite Wahrscheinlichkeit, indem du 1 durch die Dezimalquote teilst und das Ergebnis mit 100 multiplizierst. Bei Real Madrid ergibt sich aus 1 geteilt durch 3,70 eine Wahrscheinlichkeit von 27,03 %. Für Barcelona ergibt 1 geteilt durch 1,40 einen Wert von 71,43 %. Zusammen ergeben beide Werte 98,46 %.

Liegt die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten unter 100 %, besteht rechnerisch eine Arbitragemöglichkeit. Je weiter der Wert unter 100 % liegt, desto größer ist die theoretische Marge. Voraussetzung ist allerdings, dass beide Quoten tatsächlich verfügbar sind und die vorgesehenen Einsätze vollständig angenommen werden.

Bei einem Gesamteinsatz von 100 € wird das Budget entsprechend den impliziten Wahrscheinlichkeiten verteilt. Die Formel lautet: (Gesamteinsatz x implizite Wahrscheinlichkeit des jeweiligen Ausgangs) / Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten. Für Real Madrid ergibt sich ein Einsatz von 27,45 €, für Barcelona ein Einsatz von 72,55 €. Beide Wetten führen zu einer Bruttoauszahlung von rund 101,57 €. Der theoretische Überschuss beträgt somit etwa 1,57 € vor möglichen Gebühren, Abzügen und Rundungsdifferenzen.

Fußball-Arbitragewetten zwischen einem Buchmacher und einer Börse

Fußball-Arbitragewetten zwischen einem Buchmacher und einer Börse
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Arbitragewette zwischen einem Buchmacher und einer Wettbörse zu berechnen. Bei einer Back-Wette setzt du darauf, dass ein Ereignis eintritt. Mit einer Lay-Wette wettest du dagegen und übernimmst dabei sinngemäß die Rolle des Buchmachers. Das folgende Modell ist ein allgemeines Rechenbeispiel; die tatsächliche Verfügbarkeit einer Wettbörse für Kunden in Deutschland ist gesondert zu prüfen.

Nehmen wir ein Spiel zwischen Manchester City und Liverpool. Ein Buchmacher bietet für einen Sieg von Manchester City eine Back-Quote von 2,20 an. An einer Wettbörse kannst du dasselbe Ergebnis zu einer Lay-Quote von 1,86 gegenwetten. Die Börse berechnet in diesem Beispiel eine Provision von 2 % auf den Nettogewinn.

Um beide Seiten auszugleichen, verwendest du folgende Formel: (Back-Quote x Back-Einsatz) / (Lay-Quote – Provisionssatz). Der Provisionssatz wird dabei als Dezimalwert eingesetzt. Bei einem Back-Einsatz von 100 € lautet die Rechnung daher: (2,20 x 100 €) / (1,86 – 0,02). Daraus ergibt sich ein Lay-Einsatz von rund 119,57 €.

Gewinnt Manchester City, beträgt der Nettogewinn beim Buchmacher 120 €, während an der Börse eine Haftung von etwa 102,83 € anfällt. Verliert Manchester City, geht der Back-Einsatz von 100 € verloren, während die Lay-Wette nach Provision etwa 117,17 € einbringt. Der theoretische Überschuss liegt somit in beiden Fällen bei rund 17,17 €. Voraussetzung ist auch hier, dass beide Wetten vollständig und zu den berechneten Quoten angenommen werden.

Warum Solche Gelegenheiten Entstehen

Warum Solche Gelegenheiten EntstehenArbitragewetten entstehen, wenn verschiedene Anbieter denselben Wettmarkt unterschiedlich bewerten. Durch passend verteilte Einsätze kann daraus theoretisch ein positiver Ertrag unabhängig vom Ausgang des Markts entstehen.

Solche Gelegenheiten sind jedoch vergleichsweise selten und häufig nur kurz verfügbar. Unterschiede entstehen unter anderem, weil Buchmacher eigene Datenmodelle, Risikobewertungen und Zeitpunkte für Quotenanpassungen verwenden. Obwohl der Wert der Quoten für dasselbe Fußballspiel meist nur geringfügig variiert, können zeitweise größere Abweichungen auftreten. Bei Märkten wie Über-/Unter-Wetten oder Handicap-Wetten liegen die Quoten verschiedener Anbieter häufig besonders nah beieinander.

Bei der Festlegung der Quoten versuchen Quotenmacher, Wahrscheinlichkeiten möglichst präzise einzuschätzen. Dabei berücksichtigen sie unter anderem die erwartete Aufstellung, Verletzungen, aktuelle Form, historische Daten und die Verteilung der eingehenden Einsätze. Deshalb unterscheiden sich die Quoten mehrerer Online-Buchmacher für dasselbe Ereignis meist nur begrenzt.

Gelegentlich weichen die Einschätzungen oder Reaktionszeiten der Anbieter jedoch voneinander ab. Dadurch können vorübergehend verwertbare Quotenunterschiede entstehen. Genau in diesem Zeitraum kann eine Arbitragewette rechnerisch möglich sein.

Buchmacher versuchen zudem, ihr Risiko auf die möglichen Ausgänge zu verteilen. Gehen besonders viele Einsätze auf ein Ergebnis ein, kann der Anbieter dessen Quote senken und die Quote für einen anderen Ausgang erhöhen. Auch diese Anpassungen können kurzfristig zu Unterschieden zwischen mehreren Anbietern führen.

Die Ursachen solcher Konstellationen sind komplex. Für die praktische Berechnung ist jedoch vor allem entscheidend, identische Wettmärkte zu erkennen, die implizierten Wahrscheinlichkeiten korrekt zu addieren und sämtliche Kosten sowie Abrechnungsregeln einzubeziehen.

Nachteile von Arbitrage-Wetten

Nachteile von Arbitrage-WettenArbitragewetten wirken auf den ersten Blick attraktiv, weil sie unter idealen Bedingungen einen rechnerischen Gewinn ermöglichen und das Marktrisiko reduzieren. Sie sind jedoch weder fehlerfrei noch vollständig risikolos.

Ein wesentlicher Nachteil besteht darin, dass geeignete Quotenunterschiede schwer zu finden sind. Möglichkeiten mit einer ausreichenden Marge treten nicht regelmäßig auf und verschwinden oft innerhalb kurzer Zeit. Selbst wenn du eine passende Kombination findest, kann sich eine Quote ändern, bevor beide Wetten platziert wurden.

Hinzu kommen niedrige Gewinnmargen. Bei vielen Arbitragewetten beträgt der theoretische Ertrag nur einen kleinen Teil des Gesamteinsatzes. Größere absolute Erträge setzen daher häufig mehr Kapital voraus, wodurch zugleich die möglichen Folgen eines Berechnungs-, Eingabe- oder Abrechnungsfehlers steigen.

Weitere Risiken entstehen, wenn ein Anbieter nur einen Teil des geplanten Einsatzes annimmt, eine Wette storniert oder den Markt nach anderen Regeln abrechnet. Auch Gebühren, Provisionen, Abzüge und unterschiedliche Bestimmungen für Spielabbrüche oder Verlängerungen müssen in die Berechnung einbezogen werden.

Zu beachten ist außerdem, dass viele Buchmacher Arbitrageverhalten kritisch bewerten. Sie können einzelne Einsätze begrenzen oder Konten im Rahmen ihrer Geschäftsbedingungen beschränken. Dadurch wird es schwieriger, die Strategie dauerhaft und mit den benötigten Einsatzhöhen umzusetzen.

Fazit

FazitArbitragewetten sind mathematisch interessant, erfordern aber realistische Erwartungen. Geeignete Gelegenheiten treten nur begrenzt auf, und die erzielbaren Margen sind häufig klein. Ein rechnerischer Vorteil ist zudem nicht mit einem garantierten Gewinn unter realen Bedingungen gleichzusetzen.

Bevor du Einsätze platzierst, solltest du Quoten, Limits, Marktregeln, Gebühren und mögliche Abzüge sorgfältig prüfen. Arbitragewetten eignen sich nicht als verlässliche Einkommensquelle. Auch andere Formen von Fußballwetten bieten keine Gewinngarantie und können zum vollständigen Verlust des eingesetzten Geldes führen.

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