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Fußball-Wettsysteme Erklärt

Verfasst von Pavel Kateliev
Pavel Kateliev ist ein beliebter Sportjournalist, insbesondere in den Bereichen Fußball, Basketball, Tennis und Hockey. Er schreibt täglich für Sportingpedia und seine Arbeit wurde in mindestens 20 Sprachen übersetzt und auf renommierten Plattformen wie BBC, Yahoo, MCN, Sun und Evening News in Italienisch, Englisch, Spanisch und Portugiesisch vorgestellt.
, | Übersetzt von Maximilian Hurlebaus
Max Hurlebaus ist freiberuflicher Online-Redakteur. Er begeistert sich für Musik und Sport. Besonders gerne schaut er Fußball und Golf.
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Fußball-Wett-Systeme ErklärtFußball zählt weiterhin zu den beliebtesten Sportarten für Wetten. Viele Wettende entscheiden sich vor allem wegen des großen Angebots an Wettbewerben und Wettmärkten für Fußball.

Der Reiz von Fußballwetten liegt für viele Wettende in der Vielzahl der Spiele und möglichen Ergebnisse. Gerade die Unvorhersehbarkeit macht Fußballwetten zu einer beliebten Form der Unterhaltung. Sie sollten jedoch nicht als verlässliche Einnahmequelle betrachtet werden.

  1. MyBookieRating: 4.9
  2. BovadaRating: 4.8
  3. XBetRating: 4.7
  4. EverygameRating: 4.6
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Für Deutschland gilt: Nutze ausschließlich Sportwettenanbieter mit deutscher Erlaubnis. Ob ein Anbieter zugelassen ist, zeigt die amtliche Whitelist der GGL. Wettsysteme ändern weder die tatsächlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten noch die Buchmachermarge. Lege deshalb ein festes Wettbudget und Verlustlimit fest und versuche nicht, Verluste durch höhere Einsätze auszugleichen.

Niemand verliert gern Geld. Deshalb solltest du dich vor einer Fußballwette gründlich informieren und Entscheidungen nicht spontan treffen. Viele Wettende versuchen, ihre Auswahl anhand fester Kriterien systematischer zu gestalten. Dafür kommen unterschiedliche Wettsysteme zum Einsatz. Manche beruhen auf mathematischen Einsatzprogressionen, andere auf einer Reihe von Parametern, die bei der Auswahl geeigneter Tipps helfen sollen.

Grundlagen der Fußball-Wettsysteme

Grundlagen der Fußball-WettsystemeZunächst solltest du wissen, was unter einem Fußball-Wettsystem zu verstehen ist. Dabei handelt es sich um feste Regeln und Vorgehensweisen, die dir helfen sollen, in vergleichbaren Situationen einheitliche Entscheidungen zu treffen. Bei vielen Einsatzsystemen folgst du einem bestimmten Muster, das vorgibt, wie du nach gewonnenen oder verlorenen Wetten weiter vorgehst.

Progressive Wettsysteme können die Einsatzplanung strukturieren, bieten jedoch keine Gewinngarantie und können Verlustserien erheblich verteuern. Einige Systeme sehen vor, den Einsatz nach einem Gewinn zu verringern und nach einem Verlust zu erhöhen.

Wie man Wettprogressionen verwendet

How to Use Betting ProgressionsIm Folgenden betrachten wir zwei bekannte Einsatzsysteme: das Fibonacci- und das Labouchere-System. Ihre Funktionsweise und Risiken sollen verdeutlichen, ob eine solche Progression zur eigenen Einsatzplanung passt.

Fibonacci-System

Fibonacci SystemDas Fibonacci-System zählt zu den bekannteren progressiven Einsatzmethoden. Es handelt sich um eine steile Progression, weshalb du sorgfältig abwägen solltest, ob das Risiko vertretbar ist. Die Progression ist nicht an einen bestimmten Wettmarkt gebunden; hier wird sie anhand von Wetten auf ein Unentschieden erläutert. Nach einem Verlust wird der Einsatz entsprechend der Fibonacci-Folge erhöht, während er nach einem Gewinn wieder reduziert wird.

Unentschieden dienen in diesem Beispiel wegen ihrer häufig höheren Dezimalquoten als Wettmarkt. Sie treten jedoch seltener ein als viele Favoritensiege und lassen sich nicht zuverlässig vorhersagen. Eine längere Serie ohne Unentschieden kann daher schnell zu hohen Einsätzen führen.

Bei manchen Varianten wird empfohlen, nur Quoten von mindestens 2,60 zu berücksichtigen. Dabei handelt es sich um eine Dezimalquote und nicht um eine Wahrscheinlichkeit. Nach einem Verlust erhöhst du den nächsten Einsatz entsprechend der Fibonacci-Folge. Die Folge beginnt mit 1 und wird fortgesetzt, indem jeweils die beiden vorherigen Zahlen addiert werden: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13 und so weiter. Das Fibonacci-System ist eine negative Progression: Nach Verlusten steigt der Einsatz, nach einem Gewinn gehst du in der Folge zurück. Die Zahlen geben an, wie viele Einheiten gesetzt werden.

Angenommen, du beginnst mit einer Einheit von 5 € und die erste Wette verliert. Der nächste Einsatz beträgt ebenfalls 5 €. Verlierst du erneut, setzt du anschließend 10 €, also zwei Einheiten. Gewinnst du diese Wette, gehst du in der hier beschriebenen vereinfachten Variante in der Folge zurück und setzt anschließend wieder 5 €.

Das Fibonacci-System hat erhebliche Nachteile. Eine längere Verlustserie kann dein Wettbudget schnell aufbrauchen, da die Einsätze fortlaufend steigen, ohne dass ein späterer Gewinn die zuvor entstandenen Verluste zwangsläufig vollständig ausgleicht. Bei 20 verlorenen Wetten in Folge würde die Progression einen Geldbetrag erfordern, der für die meisten Wettenden nicht tragbar wäre.

Theoretische Berechnungen setzen häufig ein unbegrenztes Budget und fehlende Einsatzlimits voraus. Beides ist in der Praxis unrealistisch. Wahrscheinlicher ist, dass das Wettbudget aufgebraucht oder das zulässige Einsatzlimit des Buchmachers erreicht wird.

Labouchere-System

Labouchere SystemAuch das Labouchere-System soll Einsätze anhand fester Regeln steuern. Es wird mitunter als Methode zur Rückgewinnung vorheriger Verluste dargestellt. Du solltest jedoch kritisch prüfen, ob eine solche Progression zu deinem Wettbudget und deiner Risikotoleranz passt.

Obwohl das Labouchere-System vor allem vom Roulette bekannt ist, wird es auch auf Sportwetten übertragen. Zunächst legst du einen angestrebten Nettogewinn fest. Soll dieser beispielsweise 120 € betragen, verteilst du den Betrag auf mehrere Werte, etwa 10 €, 30 €, 30 €, 40 € und 10 €.

Anschließend suchst du eine Wette, deren möglicher Nettogewinn der Summe aus dem ersten und letzten Wert entspricht. In diesem Beispiel sind das 20 €. Bei einem Einsatz von 10 € zu einer Dezimalquote von 3,00 beträgt die Bruttoauszahlung 30 € und der Nettogewinn 20 €. Dieser entspricht der Summe aus dem ersten und letzten Wert der Zahlenreihe.

Gewinnt die Wette, entfernst du die erste und letzte Zahl aus der Reihe. Verliert sie, wird der verlorene Einsatz der Zahlenfolge hinzugefügt. Damit soll der Verlust in den folgenden Wetten rechnerisch berücksichtigt werden. Dieser Ablauf wird wiederholt, bis die Liste abgearbeitet ist oder du das System beendest.

Das Labouchere-System entfernt nach einem Gewinn zwei Werte, fügt nach einem Verlust jedoch nur einen hinzu. Bei einer günstigen Ergebnisfolge kann die Liste deshalb schneller schrumpfen, als sie wächst. Eine längere Verlustserie führt allerdings zu immer höheren Zielgewinnen und Einsätzen. Das System kann dadurch das Wettbudget stark belasten und garantiert nicht, dass der angestrebte Betrag erreicht wird.

Kelly-Kriterium

Kelly CriterionDas Kelly-Kriterium gehört zu den bekanntesten Methoden zur Bestimmung der Einsatzhöhe. Es soll den Anteil des verfügbaren Wettbudgets berechnen, der bei einem angenommenen positiven Erwartungswert eingesetzt wird. Entscheidend ist dabei der von dir geschätzte Vorteil gegenüber der angebotenen Quote.

Vor einer Wette solltest du mehrere Fragen klären: Auf welches Team oder Ergebnis möchtest du setzen, welcher Buchmacher bietet eine passende Quote, wie hoch schätzt du die Eintrittswahrscheinlichkeit ein und welchen Einsatz kannst du innerhalb deines Budgets verantworten? Ein Quotenvergleich allein reicht nicht aus, wenn die eigene Wahrscheinlichkeitsschätzung unzuverlässig ist.

Die Bestimmung der Einsatzhöhe ist häufig besonders schwierig. Das Kelly-Kriterium berücksichtigt sowohl die Quote als auch die geschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Formel lautet: (B × P – Q) / B. Dabei steht B für die Dezimalquote abzüglich 1, P für die geschätzte Erfolgswahrscheinlichkeit und Q für die Gegenwahrscheinlichkeit, also 1 minus P.

Betrachten wir einen Münzwurf als vereinfachtes Beispiel. Angenommen, du setzt bei einer Dezimalquote von 2,00 auf Zahl und schätzt die Wahrscheinlichkeit dieses Ergebnisses auf 52 %. Nach der Kelly-Formel beträgt der empfohlene Einsatz 4 % des verfügbaren Budgets. Ein positiver Wert weist lediglich auf einen rechnerischen Vorteil auf Grundlage deiner Schätzung hin. Ein negativer Wert bedeutet, dass nach der Formel keine Wette platziert werden sollte.

Die Berechnung ist nur so zuverlässig wie die zugrunde liegende Wahrscheinlichkeitsschätzung. Überschätzt du deinen Vorteil, kann der Kelly-Einsatz zu hoch ausfallen. Deshalb verwenden manche Wettende nur einen Bruchteil des errechneten Einsatzes.

Surebet-Wetten

Surebet-WettenSurebet- oder Arbitragewetten nutzen unterschiedliche Quoten mehrerer Buchmacher, um sämtliche möglichen Ergebnisse eines Ereignisses abzudecken. Rechnerisch kann daraus ein kleiner Gewinn entstehen. In der Praxis bestehen jedoch Risiken durch Quotenänderungen, Einsatzlimits, abweichende Wettregeln, stornierte Wetten oder unterschiedliche Abrechnungen. Buchmacher können erfolgreiche Konten zudem im Rahmen ihrer Geschäftsbedingungen begrenzen.

Das Prinzip beruht darauf, zeitweilige Unterschiede zwischen den Quoten verschiedener Anbieter zu identifizieren. Anschließend werden zwei oder mehr Einsätze so verteilt, dass sämtliche möglichen Ausgänge des Ereignisses abgedeckt sind. Ein rechnerischer Arbitragegewinn liegt nur vor, wenn die Kombination der Quoten und Einsätze nach allen Kosten tatsächlich eine positive Rendite ergibt.

Die Funktionsweise lässt sich mit einem einfachen Beispiel erklären. Wenn du bereits Erfahrung mit Fußballwetten hast, ist dir vermutlich aufgefallen, dass die Quoten für dasselbe Ereignis je nach Buchmacher unterschiedlich ausfallen können. Meist sind diese Abweichungen gering, sodass auch die mögliche Arbitragerendite entsprechend klein ist.

Nehmen wir ein Spiel zwischen Manchester United und Arsenal. Bei einem klassischen Dreiwegemarkt musst du die besten verfügbaren Quoten für einen Sieg von Manchester United, ein Unentschieden und einen Sieg von Arsenal kombinieren. Die Einsätze werden so verteilt, dass die Bruttoauszahlung bei jedem Ergebnis möglichst gleich ausfällt. Nur wenn die mathematischen Voraussetzungen erfüllt sind und sämtliche Wetten angenommen und identisch abgerechnet werden, entsteht ein rechnerischer Gewinn.

Entwicklung deines eigenen Fußball-Wettsystems

Entwicklung Ihres Eigenen Fußball-WettsystemsWenn du deine Wettentscheidungen systematischer treffen möchtest, kannst du ein eigenes Regelwerk entwickeln. Ein wesentlicher Vorteil eines Fußball-Wettsystems besteht darin, dass es Struktur in die Auswahl und Bewertung von Wetten bringt. Bei der Entwicklung musst du dich mit Statistiken, Quoten und Ergebnissen auseinandersetzen. Ein klar definiertes System kann außerdem dabei helfen, spontane, emotional geprägte Entscheidungen zu vermeiden – vorausgesetzt, du hältst dich konsequent an deine Regeln.

Zu Beginn solltest du festlegen, auf welche Sportart und welche Wettbewerbe du dich konzentrieren möchtest. Wenn du Fußball auswählst, solltest du den jeweiligen Wettbewerb, seine Mannschaften und seine Besonderheiten gut kennen.

Der nächste Schritt besteht darin, Statistiken auszuwerten und mögliche Einflussfaktoren zu identifizieren. Statistische Daten spielen bei der Bewertung von Sportwetten eine wichtige Rolle. Erstelle eine Liste der Faktoren, die du bei deiner Auswahl berücksichtigen möchtest. Du kannst einzelne Kriterien gewichten, um ihre angenommene Bedeutung für das Ergebnis abzubilden.

Bei der Arbeit mit Statistiken solltest du auf zuverlässige und nachvollziehbare Datenquellen achten. Die Daten müssen aktuell, korrekt und dauerhaft zugänglich sein.

Anschließend kannst du eine eigene Formel oder Checkliste entwerfen. Nachdem du die aus deiner Sicht wichtigsten Kriterien ausgewählt hast, solltest du sie mit klaren Regeln in einer Checkliste festhalten. So lässt sich später untersuchen, welche Kombinationen der ausgewählten Faktoren in der Vergangenheit die besten Ergebnisse geliefert hätten.

Danach suchst du nach Spielen, die zu deinem festgelegten Rahmen passen, und wendest deine Kriterien konsequent auf diese Begegnungen an. Die erste Version der Checkliste ist nur ein Entwurf. Es ist daher normal, wenn sie nicht sofort die erwarteten Ergebnisse liefert. Grundsätzlich kannst du dein System auf zwei Arten testen.

Eine Möglichkeit ist eine Tabelle, in der du alle theoretischen Wetten und Ergebnisse dokumentierst. Du musst diese Wetten nicht mit echtem Geld platzieren, sondern kannst zunächst nur festhalten, welche Tipps dein System ausgewählt hätte. Mit einer solchen Tabelle kannst du das Regelwerk prüfen, ohne Geld zu riskieren.

Alternativ kannst du dein System mit sehr kleinen Einsätzen testen. Dadurch lässt sich prüfen, ob es in der Praxis verständlich und konsequent anwendbar ist. Verwende dabei nur Geld, dessen Verlust du vollständig verkraften kannst.

Besonders wichtig ist es, sämtliche Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren. Nur so kannst du feststellen, welche Kriterien über einen längeren Zeitraum belastbar erscheinen und welche überarbeitet werden sollten.

Wenn du Schwächen erkennst, kannst du das System gezielt anpassen. Funktioniert es anfangs nicht wie erwartet, bedeutet das nicht automatisch, dass jedes einzelne Kriterium ungeeignet ist. Prüfe zunächst, welche Faktoren die Ergebnisse verzerren, und ersetze sie gegebenenfalls. Achte außerdem auf eine ausreichend große Stichprobe, damit einzelne Gewinn- oder Verlustserien nicht zu voreiligen Schlussfolgerungen führen.

Auch ein sorgfältig entwickeltes Fußball-Wettsystem garantiert keine Gewinne. Wenn deine Auswertung langfristig belastbare Ergebnisse zeigt, kannst du das Regelwerk weiter testen und regelmäßig überprüfen. Einsatz- und Verlustlimits sollten dabei jederzeit Vorrang haben.

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